Februar 20, 2008...5:45 Uhr nachmittags
Obamamanie
Wir würden doch eigentlich auch gerne unsere Stimme bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl abgegeben, oder? Die Amis haben aber einfach auch die bessere Show. Mit den besseren Schauspielern. Und in Barack Obama einen Kandidaten, der tief in die Metaphernkiste amerikanischer Zivilreligion greifen kann, ohne wie ein Depp da zu stehen. Man glaubt ihm einfach. Hoffnung (in der Politik? anstelle der Politik?) ist aber auch schön. Und ansteckend. Vor allem, wenn Will.i.am von den Black Eyed Peas auch noch ein Musikvideo daraus macht. Der Text ist aus einer Rede, die Obama nach seiner Niederlage in New Hampshire gehalten hat. Hätte es 1963 schon Youtube und Co. gegeben, könnte ich jetzt sicherlich ein Video mit dem Titel “Let Freedom Ring” oder “I have a Dream” daneben stellen. So nun nur “Yes We Can”:
Aber ob sich ein Barack Obama als demokratischer Präsidentschaftskandidat gegen einen John McCain durchsetzen könnte?
Eines Abends, in einer New Yorker Bar voller couch-surfender Fremder, Durchreisender und globaler Nomaden, wurde mit mir eine Tradition begonnen: wir haben zusammen angestoßen, "To the sideways of life!". Darauf, dass die wirklich spannenden Dinge für gewöhnlich passieren, wenn man vom Weg abkommt, Umwege macht, oder einfach mal nicht geradeaus geht. In diesem Sinne wird auch dieser Blog ein Sammelsurium von Eindrücken, Notizen und nomadischen Gedankengängen, eben von allem was mich bewegt - vorwärts, rückwärts oder seitwärts. Viel Spaß beim Lesen!
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