… und dabei auch noch ihre Meinung sagen? Claudia Bokel, die Athletensprecherin des Europäischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK), hat offenbar durchgesetzt, dass der „mündige Athlet“ in die Erklärung der Generalversammlung der NOKs aufgenommen wird. In der Erklärung bekennen sich alle NOKs zu den Olympischen Spielen in Peking. Immerhin steht nun aber auch darin: „Jedem Athleten wird es im Rahmen der Regeln der Olympischen Charta möglich sein, seine Meinung vor, während und nach den Olympischen Spielen frei zu äußern.“ Was freie Meinungsäußerung und was politische Demonstration ist, darüber muss laut der WAZ am Donnerstag aber anscheinend noch beraten werden.
Währenddessen formiert sich der Widerstand der Netzathleten: sie wollen mit den altbekannten, neuen Gummibändchen ein Zeichen für Menschenrechte setzen – Sport for Human Rights.
Einmal mehr Protest als modisches Accessoire … aber sicher besser als nichts zu tun. Obwohl mir da fast der Vorschlag im Forum der Netzathleten besser gefällt, die fehlende Haarpracht der tibetischen Mönche nachzuahmen: ein Olympia der kahlgeschorenen Köpfe! Allerdings sollten dann auch alle orangene Armbinden oder so tragen, um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen.
Ich frage mich, ob nicht Amnesty International oder Journalisten ohne Grenzen ganz legitim als Sponsoren auftreten könnten, um wie jeder andere Sponsor auch einfach eine „Werbebotschaft“ auf die Sportler zu pappen. Dafür würde ich auf jeden Fall spenden!
Und bei dem ganzen Aufruhr um die Olympische Fackel frage ich mich noch etwas: was passiert, wenn jemand das Ding einfach klaut? Das Olympische Feuer – weg! (Vor meinem geistigen Auge sehe ich George Clooney in „Oceans Fourteen“, aber das ist eine ernste Angelegenheit, also werde ich diesen Gedanken nicht weiter verfolgen.)
Die Armbänder wird es übrigens bald über die Homepage der Netzathleten zu kaufen geben. Und vergesst nicht, beim Nolympia Blog vorbei zu schauen!



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