Mai 13, 2008...7:08 Uhr nachmittags
Spiele, die keinen Spass machen sollen. Oder: Wie Computerspiele die Welt retten.
Während Computerspiele eigentlich noch darum kämpfen in der Gesellschaft überhaupt als legitime Form der Unterhaltung akzeptiert zu werden, gehen Games 4 Change und die Serious Games Initiative einen Schritt weiter und stehen für alternative Computerspiele, für die Nutzung von Computerspieltechnologie um sozialen Wandel zu bewirken. Ernsthaftes Spielen? Game Design als politischer Aktivismus? Das ist kein Widerspruch, wurden die ersten Computerspiele doch aus dem Geist der Hacker geboren. Auch die Vereinten Nationen nutzen Computerspiele um politisch zu bilden und haben mit Against All Odds ein Spiel gemacht, das dich in die Situation eines Flüchtlings setzt. Wirst du im Verhör nachgeben oder deine Rechte aufgeben? Was nimmst du mit, wenn die Geheimpolizei vor der Tür steht und du fliehen musst? Lässt du Freunde und Familie zurück, um außer Landes zu kommen? Against all Odds besteht aus einer Reihe kleiner Spiele, bei denen man nicht wirklich gewinnen kann: jede Entscheidung fällt schwer. Aber Gott sei Dank ist es ja nur ein Spiel.

Eines Abends, in einer New Yorker Bar voller couch-surfender Fremder, Durchreisender und globaler Nomaden, wurde mit mir eine Tradition begonnen: wir haben zusammen angestoßen, "To the sideways of life!". Darauf, dass die wirklich spannenden Dinge für gewöhnlich passieren, wenn man vom Weg abkommt, Umwege macht, oder einfach mal nicht geradeaus geht. In diesem Sinne wird auch dieser Blog ein Sammelsurium von Eindrücken, Notizen und nomadischen Gedankengängen, eben von allem was mich bewegt - vorwärts, rückwärts oder seitwärts. Viel Spaß beim Lesen!
1 Kommentar
Mai 16, 2008 um 8:06 Uhr nachmittags
Hört sich auf jeden Fall interessant an und zeigt, dass es eben auch anders geht. Denke schon, dass diese Form Zuunft haben könnte.
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