Wie alles begann…
Die Gruppe Simama entstand nach einem Workcamp im kenianischen Dorf Uthini im Sommer 2002. Während unseres vierwöchigen Aufenthalts halfen wir - 10 junge Leute aus Essen und Umgebung, plus die Initiatoren der Reise Claudio Gnypek (ev. Jugend Essen-Süd) und Manuela Behle (Forum für int. Friedensarbeit e.V.) - ein Schulgebäude der dortigen Primary-School zu bauen. Uthini ist ein kleines Dorf in den Kamba-Bergen südöstlich von Nairobi, erreichbar nur über eine waghalsige Piste aus roter Erde, ohne fließendes Wasser und Strom. Wir lebten dort in Gastfamilien und arbeiteten gemeinsam mit den Eltern der Schüler, hauptsächlich den Müttern. Das war durchaus für beide Seiten eine neue Erfahrung: als wir am ersten Tag zusammen die selbstgebrannten Ziegel zur Baustelle trugen, konnten die Damen es kaum fassen, “Can you carry this?” fragten sie uns, kannst du das tragen? Durch die Zusammenarbeit und das Zusammenleben mit den Leuten vor Ort bekamen wir Eindrücke aus erster Hand von ihrem Leben. Schon bei unserem damaligen Abschied waren wir uns sicher, dass wir wiederkommen würden.
Zurück in Deutschland beschlossen wir die Arbeit fortzuführen und uns weiterhin für interkulturelle Zusammenarbeit und den Eine-Welt-Gedanken zu engagieren. Während unserer Zeit in Kenia hatten wir auch Kontakte zu einem Projekt in einem Slumgebiet der Hauptstadt Nairobi geknüpft, das wir forthin weiter unterstützen wollten: das Mukuru Arts and Crafts (MAC).


Eines Abends, in einer New Yorker Bar voller couch-surfender Fremder, Durchreisender und globaler Nomaden, wurde mit mir eine Tradition begonnen: wir haben zusammen angestoßen, "To the sideways of life!". Darauf, dass die wirklich spannenden Dinge für gewöhnlich passieren, wenn man vom Weg abkommt, Umwege macht, oder einfach mal nicht geradeaus geht. In diesem Sinne wird auch dieser Blog ein Sammelsurium von Eindrücken, Notizen und nomadischen Gedankengängen, eben von allem was mich bewegt - vorwärts, rückwärts oder seitwärts. Viel Spaß beim Lesen!
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